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Hochdruck-Gaseindüsung​

Die Hochdruck-Gaseindüsung ist ein sehr aktuelles Verbrennungskonzept, bei dem Erdgas mit mehr als 300 bar in den Brennraum eingedüst wird und so erhebliche Potentiale erschließt. Dazu gehören Wirkungsgrade im Bereich von Dieselmotoren und eine Minimierung des Methan-Schlupfes. Ein weiteres bedeutendes Potential liegt bei Nutzung von synthetischem Methan in einer erheblichen Reduktion der CO2-Emissionen. Das Konzept bietet durch die potentielle Reduktion des Kraftstoffverbrauchs große Potentiale für zukünftige Anwendungen im Schwerlastverkehr.

Auf der Entwicklungsseite gibt es viele Überschneidungen zur Dieseltechnologie, aber auch viele spezifische Charakteristika, wie beispielsweise die hohe Kompressibilität des Erdgases und die daraus resultierenden Unter- und Überschallphänomene, welche die Mischung und Zündung des Gas-Jets beeinflussen. Um diese Potentiale zu erschließen und die optimale Hardware sowie Betriebsstrategien zu identifizieren, kooperieren wir an einem unserer Einzylinder-Forschungsmotorenprüfstände mit der der Robert Bosch GmbH. Im Rahmen dieser Kooperation wurden diverse Erweiterungen vorgenommen, wobei die Installation einer Gasversorgung für Drücke bis 550 bar und der Aufbau eines Online-Gaschromatographen zur Überwachung der Erdgaszusammensetzung hervorzuheben sind.

Drei Jahre erfolgreicher Prüfstandsbetrieb haben viele Daten geliefert, Einblicke ermöglicht und viele neue Fragen aufgeworfen, welche auf dem Weg zum Serieneinsatz beantwortet werden müssen.